„Für eine echte Energiewende müssen wir uns in den nächsten Jahren mächtig ins Zeug legen, bisher ist viel zu wenig passiert“, so eröffnet Ludwig Hartmann seinen Vortrag. Ziel waren mal 80% der Stromversorgung aus regenerativen Energien bis 2030, bisher sind es gerade mal 40%. Sonne und Wind sind dabei ein entscheidender Faktor, da beide quasi umsomst geliefert werden, auch wenn die Ausbeute natürlich wetterabhängig ist. Windstrom soll in den nächsten 8 Jahren in Bayern versechsfacht werden, 2.000 Anlagen sind dazu zu bauen. Die artenschutzrechtlichen Prüfungen sollten also jetzt schon starten, bevor man weiter in die Standortfragen einsteigt. Eine Finanzierung kann sich Ludwig gut über Bürgerbeteiligungen vorstellen. Alle derartigen Modelle sind bisher ein Erfolgsrezept.
Leider mangelt es in Bayern an einem vorausschauenden Netzausbau im Stromnetz, auch hier muss sich noch viel tun.
Zur Nutzung von Erdwärme, einer kostenintensiven und finanziell riskanten Energiegewinnung, fordert Ludwig einen Ausfallfonds, damit vergebliche Bohrungen nicht gleich in den finanziellen Ruin führen. Überhaupt sollten Kommunen gestärkt werden, indem Investitionen im Energiebereich beim kommunalen Haushalt außenvor bleiben. Denn keine Kommune kann sich teuere Ernergieprojekte aus dem laufenden Haushalt heraus leisten.
Dem Aufbau eines Nahwärmenetzes sollte man offen gegenüberstehen, egal aus welcher Energiequelle heraus sie betrieben wird, solange es keine fossilien Brennstoffe sind. Vielleicht produziert ein Unternehmen Abwäre, vielleicht gibt es Biomasse, vielleicht kühlt man den Ammersee…..es gibt so viele Möglichkeiten, über die man man nachdenken sollte.
Seinen Vortrag geschlossen hat Ludwig mit einem Aufruf zum Handeln: Wir alle, die Kommunen aber auch die Bürger*innen, müssen endlich von Zuschauern zu Akteuren der Energiewende werden!




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