Werkstattgespräch Energie Aktiv

Es war ein spannendes und gut besuchtes Werkstattgespräch in der Schreinerei von Wolfgang Darchinger.

Der Bogen wurde gespannt vom Blick auf den Beginn des russischen Angriffkriegs in der Ukraine vor genau vier Jahren bis zu ganz speziellen technischen Fragen zur Heizungsumstellung auf regenerative Energien.

In einführenden Worten erinnerte die Gemeinderatskandidatin (Platz 3) und Ortssprecherin Charlotte Wehn daran, wie der Krieg in der Ukraine viele politische Entscheidungen erforderte, damals und bis heute, um die Abhängigkeit vom Energielieferanten Russland zu reduzieren. Eine Abkehr von fossilen Energieträgern schützt nicht nur das Klima, sondern trägt letztendlich auch zu internationaler Friedenspolitik bei.
Bürgermeisterkandidatin Karin Casaretto führte aus, dass durch die Nutzung vor Ort erzeugter regenerativer Energien die Wertschöpfung in der Region stattfindet und damit die lokale Wirtschaft gestärkt wird – auch bei der Umstellung von Heizsystemen auf umweltfreundlichere Alternativen.

Die Experten Philipp Diehl-Thiele und Gerd Mulert stellten in engagierten Vorträgen dar, dass die Wärmepumpe das Heizsystem der Zukunft ist, technisch sehr effizient und im Einsatz kostengünstig. Eine Umstellung sollte angesichts der derzeit guten staatlichen Förderung bald in Angriff genommen werden.
Dabei verwies Diehl-Thiele auf die ebenfalls energiesparende Möglichkeit, auch mit einem Klimagerät zu heizen, wie das in südlichen Ländern üblich ist. Allerdings ist dafür in jedem Raum ein Klimagerät nötig.
Vor Einbau einer Wärmepumpe sollten in jedem Fall differenzierte Planungen und Wärmemessungen durchgeführt werden. Dabei können Schwachstellen bei den Heizkörpern oder der Wärmedämmung und damit empfehlenswerter Gebäudesanierung erkannt werden. Er wies aber darauf hin, dass die Mehrzahl der bestehenden Gebäude auch ohne aufwendige Maßnahmen gut mit einer Wärmepumpe beheizt werden können.
Eine Solaranlage kann zusätzlich für den Strombedarf einer Wärmepumpe genutzt werden, wie Mulert an seinem eigenen Versorgungssystem darstellte. Betont wurde auch, dass derzeit die Kosten für Solarpanelle einen Tiefstand erreicht haben, ganz im Gegensatz zur Wärmepumpe, deren Preis aber durch die Förderprämien minimiert werden kann.
Aber was tun, wenn vor wenigen Jahren eine Modernisierung der Gasheizung erfolgt ist? Hier wurde eher eine gewisse Zurückhaltung beim Umbau empfohlen.

Kontrovers wurde im Publikum diskutiert, ob man sich mit zusätzlichen Batteriespeichern vom öffentlichen Stromnetz unabhängig machen sollte. Nicht nur bei Sabotageangriffen, sondern auch bei Stromausfällen durch Gewitter und Unwetter könne man sich so für einige Zeit selbst versorgen.
Große Übereinstimmung gab es im Publikum, als viele Nutzer erzählten, welche Freude es macht, zu wissen, dass mit der Sonne am blauen Himmel gerade kostenloser Strom ins Haus geschickt wird. Und so gab’s bei Brezen in Herzform, dem Emblem der grünen Wahlkampagne, noch angeregten Austausch über eigene Erfahrungen und zukünftige Planungen.

 

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